Ab dem 28. September 2026 verschärfen mehrere Fährgesellschaften ihre Einschiffungsbedingungen zwischen der Republik Irland und Großbritannien. Auf bestimmten Strecken von Irish Ferries und Stena Line müssen künftig alle Passagiere beim Check-in einen gültigen Reisepass vorlegen. Eine wichtige Änderung, insbesondere für Reisende, die mit dem Auto über das Vereinigte Königreich nach Irland fahren.
Reisepass auf mehreren Fährrouten ab dem 28. September 2026 verpflichtend
Für Reisende auf bestimmten Seeverbindungen zwischen Irland und Großbritannien ändern sich die Gewohnheiten. Ab Montag, dem 28. September 2026, verlangt Irish Ferries vor der Einschiffung von allen Passagieren, die zwischen der Republik Irland und Großbritannien reisen, einen gültigen Reisepass.
Die Maßnahme betrifft die Überfahrten Dublin–Holyhead und Rosslare–Pembroke in beide Richtungen. Sie gilt für alle Passagiere, einschließlich irischer und britischer Staatsbürger sowie Kinder.
Irish Ferries weist darauf hin, dass ab diesem Datum Führerschein, Personalausweis oder andere bislang akzeptierte Lichtbildausweise den Reisepass auf diesen Strecken nicht mehr ersetzen können.
Welche Strecken von Irish Ferries sind betroffen?
- Dublin – Holyhead;
- Holyhead – Dublin;
- Rosslare – Pembroke;
- Pembroke – Rosslare.
Laut Irish Ferries soll die Änderung den Anforderungen der UK Border Force an die Zuverlässigkeit der vor der Einschiffung übermittelten Passagierdaten entsprechen.
Auch Stena Line führt auf seinen Strecken ab Dublin und Rosslare den Reisepass ein
Irish Ferries ist nicht die einzige betroffene Gesellschaft. Auch Stena Line wird diese neue Vorgabe ab dem 28. September 2026 auf seinen Verbindungen über die Häfen Dublin, Holyhead, Rosslare und Fishguard anwenden.
Passagiere auf den Strecken Dublin–Holyhead und Rosslare–Fishguard müssen daher ebenfalls beim Check-in einen gültigen Reisepass vorlegen.
Eine Regelung, die auch Kinder betrifft
Wichtig ist: Diese Vorgabe gilt für sämtliche Passagiere. Familien, die mit Kindern reisen, sollten deshalb frühzeitig prüfen, ob jede reisende Person einen eigenen gültigen Reisepass besitzt.
Wer mit einem anderen als dem von der Gesellschaft verlangten Dokument am Hafen erscheint, kann von der Einschiffung ausgeschlossen werden.
Und was gilt für französische Reisende?
Für französische Reisende ist ein Reisepass bei einem klassischen touristischen Aufenthalt im Vereinigten Königreich ohnehin erforderlich. Seit 2025 unterliegen französische Staatsangehörige bei Reisen ins Vereinigte Königreich zudem dem britischen System der Electronic Travel Authorisation (ETA), sofern keine Ausnahme greift.
Besonders wichtig ist dies für Autofahrer, die von Frankreich über England oder Wales nach Irland reisen: Sie müssen sowohl die britischen Formalitäten als auch die Vorschriften der Fährgesellschaft für die Überfahrt nach Irland berücksichtigen.
Ist Brittany Ferries betroffen?
Nein, nicht unmittelbar von dieser neuen Regelung vom 28. September für Überfahrten zwischen Irland und Großbritannien.
Brittany Ferries bietet von Irland aus direkte Verbindungen nach Frankreich und Spanien an, darunter Cherbourg–Rosslare, Roscoff–Cork und Rosslare–Bilbao. Diese Überfahrten führen nicht über Großbritannien und gehören daher nicht zu den von dieser Änderung betroffenen Strecken von Irish Ferries und Stena Line.
Darin liegt auch einer der Vorteile einer Direktüberfahrt zwischen Frankreich und Irland: Französische Reisende, die direkt von Cherbourg oder Roscoff nach Irland fahren, müssen nicht über das Vereinigte Königreich reisen.
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Über Großbritannien oder mit einer Direktfähre nach Irland?
Beide Möglichkeiten bleiben bestehen. Die Reise über Großbritannien bietet mehr Kombinationsmöglichkeiten bei den Überfahrten, insbesondere über Holyhead, Pembroke oder Fishguard. Allerdings erfordert sie nun mehr Aufmerksamkeit bei den Reisedokumenten.
Eine direkte Verbindung zwischen Frankreich und Irland ermöglicht es dagegen, direkt in Rosslare oder Cork anzukommen, ohne eine zweite Überfahrt ab Großbritannien machen zu müssen.
Diese Option kann besonders praktisch für Reisende aus der Bretagne, der Normandie oder dem Westen Frankreichs sein, die mit ihrem eigenen Fahrzeug unterwegs sein möchten.
Cherbourg–Rosslare, eine der wichtigsten Alternativen
Brittany Ferries bedient unter anderem die Strecke von Cherbourg nach Rosslare. Rosslare ist anschließend ein hervorragender Ausgangspunkt, um den Südosten Irlands zu entdecken, aber auch, um Dublin auf dem Landweg zu erreichen.
Die Gesellschaft bietet außerdem eine Verbindung zwischen Roscoff und Cork an, die besonders interessant ist, um direkt in den Südwesten der Insel zu gelangen.
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Was Sie vor der Fährüberfahrt nach dem 28. September prüfen sollten
Bevor Sie zum Hafen aufbrechen, sollten Sie unbedingt die Bedingungen Ihrer jeweiligen Reiseroute prüfen. Eine Direktreise Frankreich–Irland und eine Route Frankreich–Großbritannien–Irland unterliegen nicht genau denselben Formalitäten.
Auf den von der Änderung vom 28. September betroffenen Strecken von Irish Ferries und Stena Line muss der Reisepass gültig sein und beim Check-in vorgelegt werden. Französische Reisende, die über das Vereinigte Königreich reisen, sollten außerdem ihre ETA sowie die zum Zeitpunkt der Reise geltenden britischen Einreisebestimmungen prüfen.
Schließlich können die Gesellschaften ihre eigenen Einschiffungsbedingungen unabhängig von den nationalen Vorschriften ändern. Es empfiehlt sich daher weiterhin, einige Tage vor der Abreise die offiziellen Informationen der jeweiligen Gesellschaft einzusehen.
