Im Herzen des Connemara erstreckt sich Lough Inagh mit seinem dunklen Wasser zwischen Moorlandschaften, Weiden und den Bergen Westirlands. Dieser wilde See bietet eine der eindrucksvollsten Landschaften des County Galway.
Rund 23 km östlich von Clifden liegt Lough Inagh an der Panoramastraße R344. Sein offizieller irischer Name, Loch Eidhneach, erinnert an die gälische Identität, die in diesem Teil des Landes bis heute stark präsent ist.
Lough Inagh liegt im Zentrum des Inagh Valley, eines abgeschiedenen Tals, das im Westen von den Twelve Bens und im Osten von den Maumturks beherrscht wird. Wenn Wolken an den Gipfeln hängen und sich die Berge im Wasser spiegeln, wirkt die Landschaft wie ein Gemälde.
Der See ist keine eingezäunte Touristenattraktion. Es gibt weder eine allgemeine Eintrittskasse noch einen ausgebauten Rundweg um den See. Am einfachsten lässt er sich entlang der R344 bewundern, von deren Aussichtspunkten sich das Tal nach und nach eröffnet.
Die Fischereirechte und ein Teil der Grundstücke am See befinden sich in Privatbesitz. Besucher müssen Zäune, Hinweisschilder und die landwirtschaftliche Nutzung respektieren und dürfen nicht versuchen, die Ufer über die Weiden zu erreichen. Auch mit dem Auto sollte nur an erlaubten und ausreichend sicheren Stellen angehalten werden.
Lough Inagh ist ein Gletschersee, der von den Gewässern aus den umliegenden Höhenzügen gespeist wird. Über einen kurzen Wasserlauf ist er mit dem Derryclare Lough verbunden. Beide Seen gehören zum selben Gewässersystem, das sich anschließend bis nach Ballynahinch und zur Atlantikküste fortsetzt.
An seinen Ufern wechseln sich Moore, feuchte Wiesen und felsige Aufschlüsse ab. Mehrere kleine Inseln durchbrechen zudem seine Wasserfläche. Das Fehlen einer größeren Bebauung verstärkt das Gefühl der Abgeschiedenheit, das für das Inagh Valley typisch ist.
Je nach Licht verändert sich die Kulisse ständig. Bei Sonnenschein spiegeln sich die Berge im ruhigen Wasser des Sees. Mit Regen und Wind wird die Landschaft dunkler und dramatischer. Diese raschen Stimmungswechsel sind ein fester Bestandteil des Erlebnisses.
Die R344 zählt zu den schönsten Straßenrouten des Connemara. Sie führt durch das Tal zwischen den Twelve Bens und den Maumturks und verläuft nahe dem Derryclare Lough und dem Lough Inagh. Planen Sie ein bis zwei Stunden ein, um das Tal in aller Ruhe zu durchqueren und mehrere Stopps einzulegen.
Fotografen werden besonders den frühen Morgen und den späten Nachmittag schätzen, wenn das Licht die Konturen und Farben der Heidelandschaft hervorhebt. Aufheiterungen nach einem Regenschauer sorgen in den Bergen oft für wunderschöne Kontraste.
Ein Abschnitt des Connemara Way, auch Western Way genannt, führt durch das Inagh Valley. Es handelt sich jedoch um einen Fernwanderweg und nicht um einen ausgebauten Rundweg um den See.
Es gibt keinen kurzen, ausgeschilderten öffentlichen Weg, auf dem sich Lough Inagh frei umrunden lässt. Wanderer müssen auf den zugelassenen Wegen bleiben, Privatgrundstücke respektieren und wasserdichte Schuhe einplanen. Das Gelände kann auch im Sommer sehr nass sein. Hunde sind auf dem Western Way nicht erlaubt.
Lough Inagh ist für Lachs, Meerforelle und wilde Bachforelle bekannt. Die Fischerei wird von der Lough Inagh Lodge betrieben, und die Fischereirechte sind nicht frei zugänglich. Eine lokale Erlaubnis und eine vorherige Reservierung sind verpflichtend, auch für das Angeln von den zugelassenen Uferbereichen aus.
Es darf ausschließlich mit der Fliege gefischt werden. Auf dem Lough Inagh stehen sechs Boote zur Verfügung, und spezialisierte Guides, sogenannte ghillies, können Angler nach vorheriger Reservierung begleiten. Der Betreiber empfiehlt für die Fahrt auf dem See die Nutzung eines Außenbordmotors.
Das Befahren des Sees sollte niemals unvorbereitet erfolgen. Wind, Nebel, Wassertemperatur und schnelle Wetterumschwünge können die Bedingungen schwierig machen. Das Tragen einer Schwimmweste ist unerlässlich.
Im Jahr 2026 müssen Lachs und Meerforelle zwingend wieder freigelassen werden. Erlaubt sind nur einfache oder doppelte Haken ohne Widerhaken, und die Verwendung von Würmern ist für alle Arten verboten.
Für das Angeln auf Lachs oder Meerforelle ist eine nationale Lizenz erforderlich. Sie ersetzt nicht die von der Fischerei ausgestellte lokale Erlaubnis. Für Bachforellen ist keine nationale Lizenz nötig, die Genehmigung des Inhabers der Fischereirechte bleibt jedoch verpflichtend.
Lough Inagh liegt an der R344 im Inagh Valley nahe dem Ort Recess. Von Clifden aus dauert die Fahrt je nach Verkehrslage etwa eine halbe Stunde.
Für einen einfachen Fotostopp können etwa zwanzig Minuten genügen. Wer auch den Derryclare Lough entdecken und das gesamte Tal durchqueren möchte, sollte eher ein bis zwei Stunden einplanen. Für eine Wanderung oder einen Angeltag ist natürlich mehr Zeit erforderlich.
Die R344 ist eine schmale Straße, die stellenweise von Gräben gesäumt ist und keinen Seitenstreifen hat. Halten Sie für ein Foto niemals in einer Kurve oder direkt auf der Fahrbahn an. Auf einigen Straßenabschnitten können sich zudem Schafe frei bewegen.
Da das Wetter besonders wechselhaft ist, sollten Sie auch im Sommer wasserdichte Kleidung mitnehmen. Der Mobilfunkempfang kann im Tal unzuverlässig sein: Laden Sie Ihre Route vor der Abfahrt herunter und informieren Sie eine nahestehende Person, wenn Sie eine Wanderung planen.
Schwimmen und das Zuwasserlassen eines eigenen Bootes sollten nicht ohne Genehmigung und genaue Ortskenntnis unternommen werden. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über kalt, und es gibt keine permanente Badeaufsicht.
Südlich des Sees bilden der Derryclare Lough und seine berühmte bewaldete Insel eine der meistfotografierten Landschaften des Connemara. Erfahrene Wanderer können sich auch den Twelve Bens nähern, deren Gipfel den gesamten westlichen Teil des Tals überragen.
Weiter nördlich trifft die R344 auf die Straße nach Kylemore Abbey und Leenane. Im Südwesten ist Clifden ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um die Küste und weitere Naturstätten des Connemara zu erkunden.
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sur la route R344, Connemara National Park, Connemara National Park
53.512879, -9.739365
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