Inishmore (oder Inis Mór auf Irisch) ist die größte Insel des Aran-Archipels in der Galway-Bucht. Mit einer Länge von 14 km und einer Breite von 3 km ist sie eine der meistbesuchten Inseln Irlands… und man versteht schnell warum! Steinige Felder so weit das Auge reicht, majestätische wilde Landschaften und archäologische Überreste erwarten Sie, ebenso wie die Möglichkeit, den traditionellen irischen Pullover zu kaufen, der vor Ort gefertigt wird!
Geschichte von Inishmore
Prähistorische Festungen und Klöster

Luftaufnahme von Inishmore – © Viktor Posnov
Inishmore hat eine Geschichte, die bis in die Eisenzeit zurückreicht, als die damaligen Bewohner drei imposante Festungen auf der gesamten Insel errichteten… Im 5. Jahrhundert gründete der Heilige Eanna auf der Insel ein Kloster, das 490 erbaut wurde: die Killeany Abbey. Dieses Kloster war ein bedeutendes religiöses Zentrum jener Zeit und bildete zukünftige Mönche und Evangelisten aus, die dann durch ganz Europa reisten.
Bereits 546 beschlossen die Könige von Munster und Connaught, die Aran-Inseln als unabhängig von ihren Territorien zu betrachten, wodurch die Inseln von jeglicher Treuepflicht gegenüber einem der Könige, die über Provinzen des Königreichs Irland herrschten, befreit wurden… Diese geopolitische Entscheidung ermöglichte Inishmore und den zwei anderen Inseln eine größere Autonomie und Unabhängigkeit…
Im Jahr 1081 wurde Inishmore von den Dänen verwüstet… Die Häuser wurden geplündert, verbrannt, und die Bewohner ermordet oder vergewaltigt. Die Insel brauchte viele Jahre, um sich von diesem Angriff zu erholen… Dennoch wurde Inishmore 1334 erneut geplündert und verbrannt, diesmal durch Sir John D’Arcy, Lord-Justice von Irland, der mit einer Flotte von 56 Schiffen in der Galway-Bucht segelte.
Heute leben auf Inishmore mehr als 800 Einwohner, die hauptsächlich vom lokalen Tourismus leben…
Inishmore besuchen
Eine Insel, die ihrer Geschichte und Kultur verbunden ist
Inishmore ist ein wahres Wunder, das es zu erkunden gilt. Die Insel birgt unglaubliche Schätze, angefangen bei der Schönheit ihrer steilen Klippen. Diese scheinen tief in den Ozean einzutauchen und bieten dem Menschen einen atemberaubenden Ausblick.
Ein weiteres unverzichtbares Touristenziel sind die Ringforts (oder prähistorischen Festungen). An erster Stelle steht Dun Aengus, einer der beeindruckendsten. Er wurde am Rand der Klippen erbaut und scheint bereit, in den Ozean zu stürzen. Ein großartiges Schauspiel!
Zu den weiteren Ringforts zählen auch Dún Dúchathair, Dún Eochla und Dun Eoghanachta. Alle zeugen von einer intensiven Besiedlung in der prähistorischen Zeit.