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In Dublin schätzt man Skulpturen und Kunstwerke, die an bedeutende Ereignisse der Vergangenheit erinnern – und das Famine Memorial zählt zu den bewegendsten Zeugnissen. Es hilft den Dublinern, das traurige Kapitel der Großen Hungersnot Irlands nicht zu vergessen.
Unweit des Custom House befindet sich ein Mahnmal, das den Dublinern besonders am Herzen liegt: das Famine Memorial. Dieses Ensemble aus Skulpturen wurde zum Gedenken an die Opfer der Großen Hungersnot errichtet, die Irland zwischen 1845 und 1849 schwer getroffen hat. Die Figuren stellen ausgemergelte, in Lumpen gekleidete Iren dar, die mühsam den Gehweg entlangschreiten.
Ihre gequälten, abgemagerten Körper wirken, als würden sie sich nur mit letzter Kraft fortbewegen, während ihre Gesichter stumm von ihrem Leid erzählen. Unter ihnen scheint ein Mann das leblose Kind auf seinen Schultern zu tragen – eine eindringliche und bewegende Szene, die den Opfern der Hungersnot ein würdiges Andenken setzt.
Das Werk wurde 1997 vom Dubliner Bildhauer Rowan Gillepsie geschaffen und ist heute ein starkes Symbol für die Stadt Dublin. Viele Besucher halten hier inne, um die von Hunger und Schmerz gezeichneten Gesichter festzuhalten – eine eindrucksvolle Art, die Geschichte Irlands lebendig zu halten, direkt an den Uferpromenaden von Dublin.
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